Kienholzclub „beerdigte“ Fastnacht

Nur einen Tag, nachdem der „Freundeskreis Wissädalä Fasänachdä“ die Wiesentaler Schlumpel beim Umzug durch die Straßen des Waghäuseler Stadtteils zum Weltkulturerbe ernannt hatte, wurde die Symbolfigur des Narrentreibens in der Hardt vom Wiesentaler Kienholzclub (KHC) schon wieder verbrannt. Die mit Stroh gefüllte „Schlumpel“ ist dabei nicht nur in Flammen aufgegangen, sondern beendete auch offiziell die Fastnachtskampagne 2018/19.

Die Mitglieder des Kienholzclubs trafen sich am Aschermittwoch im Vereinsheim des FV 1912 Wiesental zur gemeinsamen Trauerfeier. Für den erkrankten Zeremonienmeister Peter Dohn übernahm KHC-Kommandant Tobias Kolb die Gestaltung der Abschiedsfeier. Dabei nutzte er die Gelegenheit, um auf eine überaus erfolgreiche Kampagne zurückzublicken. Er erinnerte an den grandiosen Fastnachtsgottesdienst in der vollbesetzten Wiesentaler St.Jodokus-Kirche, an die Große Wiesentaler KHC-Prunksitzung mit Rekordbesuch und einer überschwappenden Stimmung, sowie an den 49. Wiesentaler Fastnachtsumzug, der nach Auskunft der Polizei ohne jede Zwischenfälle durchgeführt wurde.

Tobias Kolb schloss in seinen Dank auch die vielen Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen sowie die Gestalter und Mitwirkenden bei den verschiedenen närrischen Veranstaltungen des Kienholzclubs mit ein. Der kurzen Ansprache folgte das Abschiednehmen von einer erfolgreichen Kampagne. Die zumeist in schwarz gekleideten Kienholzmänner und –frauen, darunter auch Ehrenkienholzfrau „Petra die Fastnachtstherapeutin“ sowie die KHC-Herzdamen Pia I. und Isabel I., ließen bei schönstem Vorfrühlingswetter ihren Tränen freien Lauf und fanden erst bei einem Schluck „Weihwasser“ aus dem Schnapsglas den entsprechenden Trost. Unterstützt wurde Tobias Kolb bei dem traditionsreichen Zeremoniell von „Oberministrant“ Armin Zimmerer. Danach ging die Trauerfeier in der Clubhaus-Gaststätte der Zwölfer weiter, wo Vereinswirt Gunther Maier ein fleischloses Menü servierte.

Kurt Klumpp