Sonniger Fastnachtsumzug zum Finale

Zum Kehraus der fünften Jahreszeit trafen sich am Fastnachtsdienstag im Waghäuseler Stadtteil Wiesental bei reichlich Sonnenschein nochmals viele hundert bunt und schwarz maskierte Närrinnen und Narren sowie Tausende Besucher am Straßenrand. Für den ausrichtenden Wiesentaler Kienholzclub (KHC) endete damit eine überaus erfolgreiche Kampagne, die mit dem Abschluss in der Hundehalle sowie dem traditionellen Verbrennen der Fastnacht am späten Abend ihr Finale fand. „Heute wird nochmals gefeiert und dann ab Aschermittwoch gefastet“, betonte augenzwinkernd der ehemalige KHC-Kommandant Herbert Mahl, der für den erkrankten Tobias Kolb die Moderation übernahm.

Zusammen mit Ehrenkienholzfrau Ingrid Auer, den KHC-Herzdamen Anna II. und Stephanie I., mehreren Elferräten sowie den Gardemädchen führte er den Gaudiwurm an. Hinter den „Woghaislä Fudiggl“ versammelten sich insgesamt 52 Gruppen und Motivwagen, die einen Einblick in die lebendige Vielfalt des fastnächtlichen Treibens im Bruhrain gewährten. Hierzu zählten phantasiereich kostümierte Fußgruppen wie die elegant gekleideten Mitglieder des Angelsportvereins, die Förderkreisjugend des TSV Wiesental mit ihrem Motto „Venezia ä bissl onäschd“, die Angst einflösenden „Owähaiser Waldgaischda“ oder eine Faschingsgruppe aus Karlsdorf mit ihrem „Märchen aus Tausendundeiner Nacht“.

Die weiteste Anreise hatten die Oldtimerfreunde aus Nußloch und die Rauenberger Bärenfreunde. Zur Tradition der heimischen Fastnacht gehören auch die „Schlappen und Schlumbeln“ des 1995 gegründeten „Freundeskreises der Wissädalä Fasänachdä (FWF)“. Nicht wegzudenken ist beim Wiesentaler Fastnachtsumzug die Kirrlacher Karnevalsgesellschaft (KiKaGe). Auf ihrem „Spraddl-Shuttle“ präsentierten sie ihr amtierendes Prinzenpaar Petra I. und Oliver I. nebst Präsident Peter Christ sowie ihre Garden und Elferräte. Ein fröhlich-buntes Bild boten erneut die Spraddl-Frauen der KiKaGe.

Gleich mehrere Gruppen reisten aus dem benachbarten Oberhausen-Rheinhausen in den Waghäuseler Stadtteil. Allen voran das „Komitee Rheinhäuser Faschingsumzug“. Sie präsentierten sich als „Robin Hood – König der Diebe“. Närrische Abordnungen kamen auch aus vielen benachbarten Gemeinden. Wie die „Rhoihaiser Kellerratze“, der Prinzenclub aus Hambrücken oder die Faschingsfreunde aus „Huddene“, die als „Herschböck“ ihr zehnjähriges Jubiläum feierten. Die Kirrlacher Fastnachtsfreunde „Kifas“ zeigten sich als „Afro-Jambos“.

Stark vertreten waren die einheimischen Gruppen. Neben den „Faschingsfreunden KaDe“ aus Wiesental beteiligen sich schon seit Jahren die „Seiberth`s“, der Katholische Kirchenchor Wiesental und die „Wagbachschlumpeln“. Bunt und farbig präsentierte sich die Gruppe „Wissädalä Allerlei“. Mit dabei waren erneut die „Hudsimbl“ und „Belzebuwe“ aus Wiesental sowie die Waghäuseler Kobolde und die „Bärenbrüder“ der „Wissädalä Fasänachtds-Grupp“.

Kurt Klumpp