Kienholzclub beendete Fastnachtskampagne

Der 1948 gegründete Kienholzclub (KHC) Wiesental ist eine Abteilung des örtlichen Fußballvereins und pflegt insbesondere die fastnächtliche Tradition. Herausragende Veranstaltungen sind immer die Durchführung der Großen Wiesentaler KHC-Prunksitzung sowie des Fastnachtsumzugs im Waghäuseler Stadtteil. Beendet wird das närrische Treiben am Aschermittwoch mit einer kurzen Trauerfeier sowie dem anschließenden Fischessen in der Clubhausgaststätte des FV 1912 Wiesental. Mit dabei waren auch die Repräsentanten der örtlichen Fastnacht, Ehrenkienholzfrau „Ingrid die Kartenfee“ sowie die beiden Herzdamen Anna die Zweite und Stephanie die Erste.

In Vertretung des erkrankten KHC-Kommandanten Tobias Kolb bilanzierte sein Stellvertreter Armin Zimmerer die diesjährige Kampagne. „Wir können auf eine überaus erfolgreiche fünfte Jahreszeit zurückblicken“, lobte der Vize-Kommandant. Dabei dankte er allen Freunden des Kienholzclubs, die während der närrischen Tage eine Abordnung des in Waghäusel ältesten Narrenvereins beim Verkauf des Kienholzes unterstützt haben. Mehr als zufrieden äußerte sich Armin Zimmerer über den Verlauf des mittlerweile 48. Wiesentaler Fastnachtsumzugs sowie der anschließenden Party in der Hundehalle. „Es gab von Seiten der Polizei und der Ordnungsbehörde keinerlei Beanstandungen“, blickte der stellvertretende KHC-Kommandant erfreut zurück. Zugleich dankte Zimmerer allen, die durch ihre tatkräftige Mitarbeit zum Gelingen beigetragen haben.

Für den traurigen Teil des Aschermittwoch-Zeremoniells ist seit vielen Jahren Kienholz-Elferrat Peter Dohn verantwortlich. Er versteht es immer wieder in wohlgesetzten Versen die Traurigkeit wegen des Endes der fünften Jahreszeit in die Gesichter der Kienholzleute zu zaubern. Das Jammern und Wehklagen der schwarz gekleideten KHC-Aktivisten war jedenfalls auf dem Sportgelände der Zwölfer weithin zu hören. Erst recht, als Peter Dohn seine stilisierte Fastnachtsschlumpel anzündete und damit auch symbolisch auf das Ende der am 11.11. des vergangenen Jahres mit einem Schlachtfest eröffneten Kampagne aufmerksam machte.

Zum Trost und aus Respekt vor der am Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit versammelten sich die Kienholznarren nach dem Verbrennen der Schlumpel zum traditionellen Fischessen im Zwölfer-Clubhaus. Gemäß dem Motto „Nach der Kampagne ist vor der Kampagne wurden dort bereits wieder Pläne für die nächsten Veranstaltungen geschmiedet. Am 24. März begibt sich der Kienholzclub Wiesental auf Einladung des letztjährigen Ehrenkienholzmannes Heinz Baumann („Heinz der Omnibussler“) auf eine Ausflugsfahrt nach Rüdesheim. Zudem wird in absehbarer Zeit Ehrenkienholzfrau Ingrid Auer die durch den Kienholzverkauf eingesammelte Spende an den Waghäuseler Tafelladen übergeben.

Kurt Klumpp