Wenn Engel reisen – Sonniger Ausflug des Kienholzclubs

Am sonnigsten Tag seit dem Frühlingsbeginn des Jahres 2018 machte sich am 24.März eine 30-köpfige Gruppe des Wiesentaler Kienholzclubs auf die Fahrt nach Rüdesheim. Mit dabei waren auch die Ehrenkienholzleute Marianne Mail, Helga Kolb, Gudrun Schnabel, Harald Sälzler, Ingrid Auer und natürlich Heinz Baumann, der als „Heinz der Omnibussler“ zu diesem Ausflug eingeladen hatte und selbst das Fahrzeug steuerte. Die Anreise erfolgte über Wiesbaden, am Rhein entlang, vorbei an Eltville zu der bekannten Weinstadt am südlichen Tor zum Mittelrheintal. Unterwegs wurde an einem gemütlichen Platz bei Hattenheim, direkt am Rheinufer, zum zweiten Frühstück geladen. Dort hatte Anja Zimmerer mit ihrem reichhaltigen Büffet die Kienholz-Aktivisten regelrecht verwöhnt. In Rüdesheim erfolgte zunächst ein Abstecher zum Niederwald-Denkmal, das seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal ist. Der Anlass zur Erbauung dieses Denkmals war der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 und die anschließende Gründung des Deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871. Dieses historische Wissen war auch Teil eines Frage-Antwort-Spiels bei der abendlichen Weinprobe. Nach einem kurzen Spaziergang durch die reizvolle Kleinstadt waren im Rüdesheimer Schloss-Restaurant in der weltberühmten Drosselgasse bereits die Tische für das Mittagessen gedeckt. Danach bestand die Gelegenheit auf eigene Faust zu einem Stadtbummel, zu einer Schifffahrt auf dem Rhein oder zum gemütlichen Kaffeegenuss. In der Stadt des „uralten Asbachs“ durfte auch nicht fehlen, dass der eine oder andere einen „Rüdesheimer Kaffee“ getrunken hatte. Dabei wurde die Präsentation dieses Kultgetränks mit dem flambierten Weinbrand zum besonderen Erlebnis. Und die Gäste aus dem 20.000 Einwohner zählenden Waghäusel zeigten sich in dem nur halb so großen Rüdesheim beim Bestellen eines Getränkes auch weltmännisch, wie ein kleines Schmankerl beweist. Nicht mit dem eher banalen Wort „Schorle“ bestellte ein erfahrenes KHC-Mitglied seine Erfrischung, sondern mit der in der Karte aufgedruckten Ziffer „301“ und wunderte sich, als ihm der aufgeweckte Kellner ein anderes Getränk brachte. Der Lacherfolg bei den Tischnachbarn verdeutlichte, dass „Drei-Null-Eins“ künftig beim Kienholzclub eine besondere Symbolik erhalten kann.

Zum Abschluss erhielt der Tagesausflug noch eine gar königliche Krönung. Im Sternenfelserhof in Nierstein, dem Weingut der amtierenden rheinhessischen Weinkönigin Lea Kopp, wurden nach einem Bauernvesper insgesamt acht köstliche Bio-Weine probiert und der historische Keller besichtigt. Seit 1984 führt Winzermeister Rudolf Kopp diesen Familienbetrieb, wobei die ausgebildete Winzerin Jana Kopp mit viel Sachverstand und Geduld die Weine vorstellte und alle Fragen kompetent beantwortete.

Bei diesem informativen und geselligen Beisammensein wurde von Heinz Baumann auch das angekündigte Frage-Antwort-Spiel durchgeführt. Dabei erklärte der im Vorjahr als „Heinz der Omnibussler“ zum Ehrenkienholzmann ernannte Reiseunternehmer seine Begeisterung für den Wiesentaler Kienholzclub und kündigte für das Spätjahr eine Fahrt nach Paris an. Die Freude darüber wurde auf der Weiterfahrt nach Waghäusel zur Motivation für das kräftige Singen der Kienholz-Schar. KHC-Kommandant Tobias Kolb dankte Heinz Baumann im Namen aller Reiseteilnehmer für die großzügige Vorbereitung und Durchführung dieser erlebnisreichen Tagesreise.

Kurt Klumpp